ST Zonen-Einheit

Die SUPERIOR TECHNICS Zonen-Einheit ist ein perfektes, modulares Verteilsystem mit integrierter Reinigung zur schnellen und sicheren Errichtung von geschütteten biologischen Filtern in Naturpools.


Beliebiges Filtermaterial oder Substrat mit einer Korngröße größer 4 mm kann einfach auf die ST Zonen-Einheit aufgeschüttet und im Betrieb in allen vertikalen Richtungen durchströmt werden. Durch die integrierten Druckluftspülleitungen in Verbindung mit dem Wartungsrohr ist eine Reinigung unter dem Filter jederzeit
ohne großen Aufwand möglich.

Hergestellt wird die SUPERIOR TECHNICS Zonen-Einheit aus inerten Gitterverbundplatten (hochwertiges Isophtalharz), Polypropylen-Füßen (PP) und einem PVC-Luftspülsystem.


Sicherheit
:

   • optimale Durchströmung
   • definierte Wasserführung
   • Druckluftspülung

Einfachheit

   • einfache Zugänglichkeit (Servicierbarkeit)
   • schneller, fehlerfreier Einbau
   • Hydrokultur-Bepflanzung

Planung

   • einfache Angebotslegung
   • geringe Einbautiefe
   • modularer Aufbau

Qualität:

   • stabile Konstruktion, hohe Beständigkeit


ST ZONEN-EINHEIT FILTER

Der ST Zonen-Einheit Filter stellt eine sichere Ausführungsvariante des klassischen Kies-/Zeolith-Filters dar. Ziel hierbei ist es, einen auch langfristig kontrollierbaren Filter zu schaffen, der ohne großen Aufwand (ohne Ausräumen des Kieses) alle nötigen Pflege- und Servicemöglichkeiten bietet.

Unter der ST Zonen-Einheit ist ein zusammenhängendes Wasservolumen. Über die Wartungsrohre, welche im Zentrum jedes 2 m² Elements angebracht sind, kann dieses Wasser mit einem Schlauch und einer ST Impeller-Pumpe abgesaugt werden. Um eine besonders effektive Reinigung der ganzen Filterschüttung zu ermöglichen, ist das integrierte Luftspülsystem vorgesehen. Die Luftleitung, welche in jedem Wartungsrohr liegt, versorgt Verteilerleitungen unter der Schüttung. Um eine Luftspülung des Filters vorzunehmen, wird ein Verdichter (empfohlenes Modell: ST Blower 1200) direkt an die Luftleitung im Wartungsrohr angeschlossen. Die aufsteigende Luft transportiert die im Filter eingelagerten Partikel nach unten und bringt die absedimentierten Verunreinigungen in Schwebe, so dass alles zusammen über das Wartungsrohr mit der Impeller-Pumpe abgesaugt werden kann.

Achtung: Um die Reinigung der Filterschüttung mit dem Luftspülsystem nutzen zu können, müssen alle Schichten des Filteraufbaues (mit Ausnahme einer optional gröberen Deckschicht) die gleiche Korngröße aufweisen! DoloSafe-XS und WM ZeoSafe weisen eine einheitliche Korngröße auf, so dass eine unbeabsichtigte Vermischung der Schichten keine hydraulischen Konsequenzen nach sich zieht.

Der ST Zonen-Einheit Filter wird in einem folierten Becken mit geraden, betonierten Boden und ebensolchen Wänden aufgebaut. Jeweils 6 massive PP-Distanzhalter der ST Zonen-Einheit tragen ein Gitter. Die Distanzhalter haben bereits die Bohrungen für das Luftspülsystem integriert: zwei Distanzhalter enthalten eine Durchbohrung (Längsseite Mitte), in welche die Luftspülrohre durchgesteckt werden, während die restlichen vier Distanzhalter die Enden der Luftspülrohre aufnehmen.

Besonders hervorzuheben ist das Stecksystem der Stellfüße und der Spülleitungen mit O-Ringen und die einfache Montage dieser vorgefertigten Teile. In den Gittern selbst ist bereits werksseitig pro 2 m² eine Wartungsöffnung in Form eines Rohres mit Deckel zur Reinigung vorgesehen. Die Gitterverbundplatten mit einer max. Maschenweite von 3 mm sind freitragend (2 m x 1 m). Obwohl diese Verbundplatten geschnitten werden können, empfehlen wir für den einfacheren Aufbau, die Filterzone derart zu gestalten, dass sie auf ein Vielfaches dieser Maße zurückgeführt werden kann.

Zentrale Schicht des ST Zonen-Einheit Filters ist der nach einem speziell entwickelten und patentierten Verfahren gewaschene Natur-Zeolith „WM ZeoSafe“ (→ siehe WasserMineral ZeoSafe). Dieser Zeolith weist dank der Aufbereitung einen besonders niedrigen Phosphatgehalt auf. Unbehandelter Natur-Zeolith hat immer einen gewissen Anteil an Phosphaten. Da Phosphat im Naturpool limitiert werden soll, würden diese ein unnötiges Nährstoffdepot darstellen, welches zur Belagsbildung und zum Algenwachstum beiträgt. Die Stützschichten darüber und darunter bestehen aus einem geprüften DoloSafe-XS (Dolomitsplitt 4/6 mm mit weniger als 1 mg/kg P), welcher gleichzeitig für die pH-Pufferung des Wassers sorgt. Als oberste Schicht kann ein geprüfter DoloSafe-ML (Dolomitsplitt 16/22 mm mit weniger als 1 mg/kg P) optional (leichteres Absaugen der Oberfläche der Filterzone) eingebaut werden, sonst wird auch diese Schicht in DoloSafe-XS ausgeführt.

Da in Naturpools das Nährstoffangebot im Wasser per Definition stark limitiert ist, muss bei der Auswahl der Pflanzen, insbesondere auf deren Toleranz bezüglich Phosphatmangel, Rücksicht genommen werden. Nur Pflanzen, welche von Natur aus mit geringen Phosphatkonzentrationen Wuchsleistung erbringen können, sind auch in der Lage, die wenigen verbliebenen Phosphate aus dem Wasser aufzunehmen.

Neben der Stabilisierung des pH-Wertes über die Kalziumhydrogenkarbonat-Freisetzung (Kalk-Kohlensäure-Gleichgewicht) und der Freisetzung von Kalziumsalzen durch Wurzelsäuren, dienen die Pflanzen auch als Rückzugsort für nützliche Mikroorganismen, welche von der Pflanzen aus jederzeit den biologischen Filter wieder besiedeln können.

Für die Bepflanzung des ST Zonen-Einheit Filters wird bevorzugt Zyperngras (Cyperus longus) empfohlen. Sollen farbige Aspekte verwirklicht werden, so können auch beliebige Kombinationen der folgenden Pflanzenarten eingesetzt werden:

   • Iris pseudacorus – Gelbe Schwertlilie
   • Lythrum salicaria – Blutweiderich
   • Carex riparia – Ufersegge
   • Mentha sp. – diverse Minzen
   • Eriophorum latifolium – Breitblättriges Wollgras

Diese Pflanzen werden ausschließlich wurzelnackt (ohne Pflanzenballen und Substrate!) in den Filter gesetzt. Andere Substrate und diverse, sonst im Teichbau genutzte Kiese werden nicht empfohlen, da so ein zu hoher Phosphatgehalt (ungeprüfte Kiese), eine zu geringe Pufferkapazität (silikatisches Material) oder eine zu geringe Löslichkeit des Materials (Kalkkiese, Kalkbruch) das Erreichen des gewünschten Zieles verhindern kann. Da unter den Bedingungen der strikten Nährstofflimitierung kein explosionsartiges Pflanzenwachstum zu erwarten ist, muss in Filterzonen der Kategorien 4 und 5 eine ausreichende Anzahl an Pflanzen gesetzt werden (20 - 40 Pflanzen pro m²). Nur so ist ohne eine weitere Vermehrung der Pflanzen eine nahezu vollständige Deckung zu erreichen.

Die Pflanzen haben für Naturpools ganz wesentliche Funktionen, und sollten deshalb bei keiner Anlage fehlen:

  1. Der pH-Wert wird auf 8,4 stabilisiert (natürliche Kalkpufferung). Durch die Wurzelsäuren der Pflanzen werden Kalziumionen aus dem Kies (Kalziumkarbonat) in Lösung gebracht. Diese stabilisieren den Biofilmaufbau und tragen zur zusätzlichen Phosphatbindung in Form von Apatit (Kalziumphosphat) bei.

  2. Durch die an den Pflanzenwurzeln stabil und geschützt lebenden Bakterien erfolgt eine Belebung des Wassers und ein schneller Aufbau der Filterbiologie kann jederzeit auch nach problematischen Einträgen wie z.B. Pollen erfolgen. Ein Abbau hemmender Substanzen erfolgt ebenfalls im Wurzelraum.

  3. Die Aufnahme von Phosphaten in die Pflanzenbiomasse trägt zur zusätzlichen Phosphatlimitierung in der Anlage bei.

Zu beachten ist, dass die Leistung der Pflanzenzone auf dem Filter, eng mit der Wuchsleistung der Pflanzen verbunden ist. Die Funktion ist somit auf die Vegetationsperiode beschränkt. Möchten Sie eine pH-Stabilisierung und eine Phosphatbindung außerhalb der Vegetationsperiode (z.B. bevor die Pflanzen im Frühjahr austreiben oder nach einem Totalausfall der Pflanzen) erzielen, so empfehlen wir den Einsatz von WM Wurzelwasser.

Mit ST Zonen-Einheiten aufgebaute Filter werden entweder von oben nach unten (Top-down) oder von unten nach oben (Bottom-up) durchströmt. Beide Varianten sind langfristig sicher und stabil. Durch die Reinigungsmöglichkeiten unter den ST Zonen-Einheiten wird auch die Bottom-up Durchströmung für viele Jahre ermöglicht (in klassischen Verteilsystemen funktioniert diese Methode nur so lange, bis die Verteilung verschlammt ist).

"Bottom-up" Variante

Die Erfahrung zeigt, dass zu große, nicht unterteilte Filterflächen, welche von unten nach oben durchströmt werden, keine langfristig sichere Verteilung garantieren können. Daher wird bei der "Bottom-up" Variante die Filterfläche in 4 m² große Segmente unterteilt (z.B. durch Folienlappen), welche einzeln beschickt werden.

Die Durchströmung pro 4 m² Segment soll mindestens 8 m³/h betragen!

Bei der "Bottom-up" Variante kann der Filter auf gleicher oder höherer Ebene wie der Schwimmbereich liegen. Er kann z.B. mit ST Tauchpumpen, welche sich im ST Pumpenskimmer (Large) befinden, beschickt werden, um dann aus dem Filterbecken ins Schwimmbecken überzulaufen. Allerdings sollte bei der Planung berücksichtigt werden, dass ein Höhenunterschied die Pumpenleistung reduziert. Eine Beschickung von mindestens 2 m³/m²/h muss gewährleistet sein!

ST Zonen-Einheit Filter "Bottom-up" Schnitt
ST Zonen-Einheit Filter "Bottom-up" Draufsicht

"Top-down" Variante

Im einfachsten Fall wird bei dieser Variante der Filter direkt an den Schwimmbereich angebaut. Mit einer ST Tauchpumpe kann hier unterhalb der ST Zonen-Einheit angesaugt werden, wodurch das Wasser aus dem Schwimmbereich durch die Filterzone nachströmt. Zwischen Filter und Schwimmbereich empfiehlt sich der Einbau einer ST Skimmerklappe.

Bei der "Top-down" Variante stellt ein einheitliches Wasserniveau über dem Filter einen einheitlichen Wasserdruck sicher, welcher durch das Gewicht des Wassers entsteht. Daher ist eine Unterteilung in 4 m² Segmente hier nicht erforderlich. Grobe Partikel wie z.B. Blätter oder ähnliches werden an der Filteroberfläche zurückgehalten, wodurch eine Verstopfung der unteren Filterschichten ausgeschlossen ist und diese deshalb seltener gereinigt werden müssen.

ST Zonen-Einheit Filter "Top-down" Schnitt
ST Zonen-Einheit Filter "Top-down" Draufsicht

Bilder

ST Zonen-Einheiten Einbau
ST Zonen-Einheiten Einbau
ST Zonen-Einheiten Einbau
ST Zonen-Einheiten Einbau
ST Zonen-Einheiten Einbau
ST Zonen-Einheiten Einbau
ST Zonen-Einheiten "Bottom-up"
ST Zonen-Einheiten "Bottom-up"
ST Zonen-Einheiten "Top-down"
ST Zonen-Einheiten "Top-down"
ST Zonen-Einheiten "Top-down"
ST Zonen-Einheiten "Top-down"
ST Zonen-Einheiten "Top-down"
ST Zonen-Einheiten "Top-down"
 

Bemaßung/Skizzen

Preis

ST Zonen-Einheit 2 m²

bestehend aus einer 1 x 2 m Gitterverbundplatte (hochwertiges Isophtalharz, Rosthöhe 30 mm, Maschenweite 3 x 3 mm), Stellfüße (Höhe 17 cm) mit integrierten Luftspülsystem, 2 x Rohr á 1 m DN 110, 1 x Deckel DN 110

pro Set 1.176,00 € (inkl. 20% MWSt.)